Alte Erinnerungen, neues Meer 🌊 | Old Memories, New Sea 🌊

Hallo zusammen,

Es gibt Orte, die man viele Jahre nicht besucht und bei denen trotzdem sofort Erinnerungen hochkommen. Für mich ist das MEERESMUSEUM in Stralsund so ein Ort. Als Kind war ich dort sehr oft, später eigentlich gar nicht mehr. Nach dem großen Umbau wollte ich nun endlich einmal sehen, was aus dem Museum geworden ist, das ich noch aus meiner Kindheit kenne.

Der erste Eindruck entstand allerdings schon an der Kasse: 20 Euro Eintritt pro Erwachsenen. Da musste ich schon etwas schlucken. Gerade wenn eine Familie mit zwei Kindern einen solchen Ausflug macht, kommt allein für den Eintritt einiges zusammen. Dazu gibt es in Stralsund noch das OZEANEUM. Immerhin wird ein Kombiticket angeboten, mit dem MEERESMUSEUM, OZEANEUM und NATUREUM günstiger besucht werden können. Trotzdem bleibt es eine Summe, bei der man sich einen spontanen zweiten oder dritten Besuch sicherlich überlegt.

Aber nach wenigen Minuten im Museum rückte der Preis erst einmal in den Hintergrund. Denn gegenüber meiner Erinnerung hat sich wirklich unglaublich viel verändert. Nach der Modernisierung wurden die Ausstellungen 2024 wieder geöffnet und 2025 kam der neu gestaltete Aquarienbereich dazu. Man läuft heute durch das Haus und entdeckt eigentlich ständig etwas Neues. Dabei hatte ich nie das Gefühl, einfach nur von einer Vitrine zur nächsten zu gehen.

Meine Fotos zeigen natürlich hauptsächlich die Dinge, die mich besonders beeindruckt haben. Aber das Museum bietet wesentlich mehr. Es geht auch um Schifffahrt, Fischerei und die Nutzung der Meere durch den Menschen. Verschiedene Fangtechniken werden gezeigt und ebenso die Folgen, die Fischerei und andere menschliche Eingriffe für die Meere haben können. Das fand ich persönlich sehr interessant, weil damit nicht nur schöne und außergewöhnliche Tiere gezeigt werden, sondern auch die andere Seite dazugehört.

Das größte Highlight waren für mich trotzdem die Aquarien. Die hatte ich aus meiner Kindheit deutlich kleiner in Erinnerung. Heute wirken sie viel großzügiger und durch die Beleuchtung teilweise fast schon wie eine eigene kleine Unterwasserwelt. Das größte Becken fasst mehr als 800.000 Liter Wasser. Besonders die Quallen im blauen und violetten Licht haben es mir angetan. Aber auch die fluoreszierenden Korallen, die Fische und die unterschiedlichen Unterwasserlandschaften sorgten dafür, dass man immer wieder stehen blieb.

Natürlich begegnet man auch den großen Ausstellungsstücken. Der Walhai, Haie und Rochen, der Oktopus, die riesige Krabbe oder der Eisbär sind nur einige davon. Gerade bei diesen großen Modellen merkt man erst, welche Dimensionen manche Tiere tatsächlich erreichen. Und genau hier wurde mir klar, dass meine paar Fotos eigentlich nur einen winzigen Ausschnitt des Museums zeigen können.

Für mich war dieser Besuch deshalb auch eine kleine Reise zurück in die eigene Kindheit. Ich hatte natürlich noch Bilder vom alten MEERESMUSEUM im Kopf. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, einfach nur Bekanntes wiederzusehen. Vieles war neu, moderner und anders präsentiert. Und genau deshalb gab es auch nach längerer Zeit immer noch etwas zu entdecken.

Die 20 Euro Eintritt finde ich weiterhin ordentlich und gerade für Familien ist das sicherlich kein kleiner Betrag. Aber ich muss genauso sagen: Wir hatten dort eine wirklich interessante Zeit und langweilig wurde es überhaupt nicht.

Ein schönes Wiedersehen mit einem Stück Kindheit – nur leider mit etwas Schmerzen in der Brieftasche. 😄


📷 Ein paar Eindrücke aus dem MEERESMUSEUM


Old Memories, New Sea 🌊

There are places you may not visit for many years, yet the memories return almost immediately when you come back. For me, the MEERESMUSEUM in Stralsund is one of those places. I visited it many times as a child, but later I hardly ever returned. After the extensive renovation, I finally wanted to see what had become of the museum I still remembered from my childhood.

The first impression, however, came before we even entered the exhibition: €20 admission per adult. I definitely had to swallow at that price. For a family with two children, the admission alone quickly becomes a considerable expense. Stralsund also has the OZEANEUM, another major museum to visit. Fortunately, there is a combination ticket for the MEERESMUSEUM, OZEANEUM and NATUREUM, making several visits cheaper. Even so, it is still a price that probably makes you think twice about coming back regularly.

But after only a few minutes inside, the price moved into the background. Compared with what I remembered, an incredible amount has changed. The exhibitions reopened after modernization in 2024, and the redesigned aquarium section followed in 2025. Today you can walk through the museum and find something new around almost every corner. It never felt like simply moving from one display case to the next.

My photos naturally focus on the things that impressed me most, but the museum offers much more. There are also sections about shipping, fishing and the way humans use the oceans. Different fishing techniques are presented together with information about the impact fishing and other human activities can have on marine ecosystems. I found this particularly interesting because the museum doesn't simply show beautiful or unusual animals. It also looks at our own influence on the sea.

My biggest highlight was still the aquarium section. I remembered the aquariums as being much smaller when I was a child. Today they feel far more spacious, and the lighting sometimes creates the feeling of standing in a small underwater world. The largest tank holds more than 800,000 litres of water. I especially enjoyed watching the jellyfish floating through blue and violet light. The fluorescent corals, fish and different underwater landscapes also made us stop again and again just to watch.

Of course, the large exhibits are still part of the experience. The whale shark, sharks and rays, octopus, giant crab and polar bear are only a few examples. With some of these full-size models, you begin to understand just how enormous certain animals can become. And that was also when I realised that my handful of photographs can only show a tiny part of what the museum actually has to offer.

For me, the visit was also a small journey back into my own childhood. I still had images of the old MEERESMUSEUM in my head, but I didn't feel as though I was simply revisiting something familiar. Much of it felt new, more modern and presented in a completely different way. That is probably why there was still something interesting to discover even after spending quite some time inside.

I still think €20 admission is a considerable amount, especially for families. But at the same time, I have to say that we had a genuinely interesting visit and there wasn't a moment when it became boring.

A wonderful reunion with a piece of my childhood – just with a little pain in the wallet. 😄

Instagram: [hornet_on_tour](https://www.instagram.com/hornet_on_tour/)

Photo: Hornet on Tour

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Veröffentlicht mit Welako